Gerät ein Unternehmen in eine schwierige Situation, etwa 
auf Grund einer drohenden empfindlichen umwelt- oder kartellrechtlichen Buße, einer hohen Schadensersatz-
forderung oder des pflichtwidrigen Verhaltens einzelner Organ­mitglieder, so bedarf es großer Sorgfalt und meist gesonderter Beratung der befassten Gremien. Hierbei spielt die Unab­hängigkeit der Beratung eine besondere Rolle, da nur diese sicherstellt, dass inter­essen­unabhängig der Sachverhalt ermittelt, die Rechtslage analysiert und Handlungs­em­pfeh­lungen gegeben werden. 

Zunehmend sind in solchen Fällen interne Untersuchungen durchzuführen, um zu prüfen, ob ein Organmitglied seine Sorgfaltspflichten verletzt hat und ob gegebenenfalls Schadensersatzansprüche geltend zu machen sind. Hierbei spielt es eine Rolle, dass z.B. der Aufsichtsrat sich selbst haftbar macht, wenn er Sorgfaltspflichtverletzungen des Vorstands nicht ermittelt und, falls erforderlich, sanktioniert. Durch Veranlassung einer internen Untersuchung können die Verantwortlichen ihrer besonderen Auf­gabe gerecht werden und zugleich ihre Haftungsrisiken minimieren.

Um die Risiken einer persönlichen Inanspruchnahme von Vorstands- oder Aufsichtsratsmitgliedern wegen behaupteter Pflichtverletzungen zu begrenzen, besteht in der Regel D&O (Directors and Officers)-Versicherungsschutz. Die zu Grunde liegenden Policen bedürfen einer sorgfältigen Prüfung und häufig entsprechender Anpassungen, um eine optimale Absicherung der geschützten Vorstände und Aufsichtsräte sicherzustellen.